Unser Handwerk

Filzen
Filzbekleidung wird seit mindestens 8000 v. Chr. hergestellt, mit den ältesten bekannten Funden in Asien. Die Technik verbreitete sich von dort nach Europa, wobei die Römer die Methode von den Griechen übernahmen. Filzkleidung war im Mittelalter in Europa weiter verbreitet und die Herstellung durch Zünfte organisiert und erlebt heute eine Renaissance. Aus Wollfasern, Wasser, Seife und Kraft entstehen wunderbare und haltbare Gegenstände wie Kleidung, Taschen, Hüte, Körbe, Felle und vieles mehr.

Spinnen
Die ersten Nachweise für das Spinnen von Garn reichen mehr als 50.000 Jahre zurück. Archäologische Funde aus dieser Zeit belegen, dass Menschen bereits damals Fasern wie Wolle, Leinen oder Seide miteinander verdrehten, um Fäden, Seile und Schnüre herzustellen und damit Web- oder Wirkwaren zu produzieren. Die frühesten Methoden des Spinnens erfolgten vermutlich, indem Fasern auf dem Oberschenkel oder zwischen den Fingern gerollt wurden. Die Erfindung der Handspindel etwa 4000 vor Christus war ein großer Fortschritt. Es handelt sich um ein einfaches Gerät mit einem Schaft und einem Schwunggewicht. Im 13. Jahrhundert kam das in Asien erfundene Spinnrad nach Europa, was die Garnproduktion weiter beschleunigte.
Stricken
Die genauen Ursprünge des Strickens sind unbekannt, aber die ältesten archäologischen Funde datieren die Technik in den Zeitraum des 3. bis 11. Jahrhunderts n. Christus. Stricken wird oft als Weiterentwicklung der Nadelbindung betrachtet, einer sehr alten Textiltechnik, bei der Stoff aus kürzeren Fäden mittels einer Nadel gebunden wird. Artefakte dieser Technik, die dem Stricken ähneln, stammen bereits aus der Zeit um 4200 v. Christus. Im Mittelalter war das Stricken in Europa zunächst ein Handwerk der Männer, das in Zünften ausgeübt wurde. Mit der Erfindung der Strickmaschine im Jahr 1589 wurde die Produktion revolutioniert. Später verbreitete sich das Handstricken als beliebte Fertigkeit in der breiten Bevölkerung.